Das Förderkonzept des Michelberg-Gymnasiums

 

1. Förderung für Schüler mit Unterstützungsbedarf

 

Förderkonzept Unterstufe

Zunehmend stellen vor allem die Deutschlehrkräfte in der Unterstufe fest, dass Schülerinnen und Schüler an unsere Schule kommen, die deutliche sprachliche Defizite haben. Dies zeigt sich sowohl beim Lesen, im reduzierten Wortschatz, in der mündlichen und schriftlichen Ausdrucksfähigkeit als auch in der Rechtschreibung.

Deshalb wurde ein Förderunterricht „Sprachkompetenz“ mit jeweils einer Stunde in Klasse 5 und einer Stunde in Klasse 6 eingerichtet, der die vorhandenen Defizite durch individuelle Förderung gezielt ausgleichen soll.

Für das Anmeldeverfahren und die Teilnahme gilt dasselbe, wie es für den Förderunterricht in der Mittelstufe (s.u.) dargestellt ist. Außerdem ist es möglich, dass Eltern der Klassen 5 schon bei der Begrüßung am ersten Schultag ihr Kind direkt im Förderunterricht Sprachkompetenz anmelden können.

Um das Erlernen der zweiten Fremdsprache in Klasse 6 zu beschleunigen und ein gutes Fundament zu legen, haben wir für Französisch und Latein jeweils für ein Halbjahr eine Poolstunde „Fremdsprachen lernen“ eingerichtet.

 

Förderkonzept Mittelstufe

Sowohl im Unterricht, in Klassenarbeiten als auch in den Lernstandstests Vera 8 sowie im Abitur zeigt sich immer wieder, dass Schüler Defizite in elementaren Grundlagen aus der Unter- und Mittelstufe haben. Diese Defizite stehen häufig einem besseren Lernerfolg, vor allem auch in den oberen Klassen, entgegen oder gefährden sogar die Versetzung aufgrund einer schlechten Zeugnisnote.

Um den Schülern die Möglichkeit zu geben, diese Lücken zu schließen, bietet die Schule für die Klassenstufen 7 -10 jahrgangsübergreifend einmal wöchentlich (teils halbjährlich) jeweils Förderstunden für folgende Fächer an:

Mathematik – Englisch – Französisch – Latein – Chemie

Die genauere Aufteilung auf die Klassenstufen entnehme Sie bitte dem nachfolgenden Plan.

 

 

 

 

Organisation

  • In der Zeugniskonferenz am Ende des Schuljahres melden die Fachlehrkräfte M, E, F, L der Schulleitung bzw. dem Beauftragten für Förderunterricht die Namen der Schülerinnen und Schüler, die aus ihrer Sicht im kommenden Schuljahr Förderbedarf haben.
  • Sollten Schüler für mehr als ein Fach zur Förderung gemeldet werden, so wird in der Zeugniskonferenz beraten, welches Fach zunächst den Vorzug erhält.
  • Letztendlich koordiniert der Beauftragte für Förderunterricht die Verteilung der zur Förderung angemeldeten Schüler auch mit Blick auf die Gruppengröße eines Förderkurses.
  • Dann ergeht eine Rückmeldung an die neuen Fachlehrer im neuen Schuljahr.
  • Die genannten Schüler erhalten dann vom neuen Fachlehrer ein Informationsblatt zum Förderunterricht mit einem Anmeldeblatt, das von den Eltern ausgefüllt und unterschrieben werden muss.
  • Die Eltern haben die Möglichkeit, der Teilnahme am Förderunterricht zuzustimmen oder diese abzulehnen.
  • Nach der Bestätigung durch die Eltern, beginnt für die betreffenden Schüler der Förderunterricht im neuen Schuljahr. Es besteht dann Anwesenheitspflicht. Die Förderkurslehrkraft führt eine Anwesenheitsliste.
  • Die Förderkurslehrkraft hält Kontakt mit den Fachlehrkräften seiner Förderschüler, um sich über Förderschwerpunkte, Themen und Leistungsentwicklungen auszutauschen.
  • Die Teilnahme am Förderunterricht läuft mindestens für ein halbes Jahr.
  • In der Halbjahreskonferenz wird beraten, ob der Förderunterricht für einen Schüler fortgesetzt wird, ob ein Wechsel zu einem anderen Fach stattfindet oder neuen Schülern die Teilnahme angeraten wird.

 

Förderkonzept Ganztagsschule

In der Lernzeitbetreuung der Ganztagsschule (Klasse 5-7) wird im Rahmen der Hausaufgabenerledigung, des Vorbereitens von Klassenarbeiten und des nachhaltigen Lernens durch die intensive Betreuung durch eine Lehrkraft oder Erziehungskraft sowie von älteren Schülertutoren automatisch sehr viel individuelle Förderung geleistet. Hier stehen 10-12 Schülern zwei Lernbegleiter zur Seite. Die maximale Lernzeitbetreuung für einen Schüler umfasst 4,3 Schulstunden in der Woche.

Außerdem stehen den Lernzeitgruppen zusätzliche Freiarbeitsmaterialien und Lernsoftware zur Verfügung, die dann zum Einsatz kommen, wenn die Pflichtaufgaben erledigt sind.

In Klasse 7 wird in der Ganztagsschule mit „All in English“ eine Stunde angeboten, in der – angeleitet von Frau Lehle als Muttersprachlerin – zu verschiedenen alltäglichen Anlässen und beim Spiel nur Englisch gesprochen werden darf.

 

2. Begabtenförderung

Die Förderung von Begabungen und Fähigkeiten kann für interessierte Schülerinnen und Schüler auf verschiedene Weise erfolgen:

In Englisch gibt es für die Klassen 9 einen „English Club“ in Französisch für Klasse 8 bzw. Klasse 9 das sogenannte „Atelier francais“. In diesen Stunden werden vielfältige Sprechanlässe geboten, debattiert und der Wortschatz erweitert. Die Teilnahme geschieht auf eigene Initiative, erwartet wird nach einer Anmeldung eine regelmäßige Teilnahme. Da im Atelier francais auch der Schüleraustausch mit Provins vorbereitet wird, wird eine Teilnahme für die Austauschschüler vorausgesetzt.

Für die MINT-Fächer wurde eine Wissenschafts-AG eingerichtet. Dort forschen Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen in unseren Fachlaboren an außergewöhnlichen Aufgaben, versuchen neue Ideen umzusetzen und bereiten eine Teilnahme am Wettbewerb „Jugend forscht“ vor.

Wettbewerbe erweitern die Begabtenförderung hin zu einer Exzellenzförderung. So wird die Teilnahme an Bundeswettbewerben in Mathematik, Physik, Chemie und Fremdsprachen für besonders Begabte durch Fachlehrkräfte gerne unterstützt. Sehr gute Platzierungen von Schülern des Michelberg-Gymnasiums in den vergangenen Jahren zeugen von einer erfolgreichen Unterstützung durch die Schule, die wir gerne weiter ausbauen wollen.

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaften in Musik und Kunst werden musikalische oder künstlerische Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern gefördert. Auftritte bei Konzerten und die Teilnahme mit eigenen Werken bei Ausstellungen bilden hierbei die Höhepunkte. Bei Wettbewerben im Sport („Jugend trainiert für Olympia“ / Europäisches Schulsportfest) bietet sich sportlich begabten Schülern – häufig als Ergänzung zum Vereinssport – die Möglichkeit, sich mit Schülern und Mannschaften anderer Schulen im Wettkampf zu messen und wichtige Erfahrungen bzgl. einer sportlichen Fairness und eines Teamgeists sowohl bei Siegen als auch bei Niederlagen zu sammeln.

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